Endlich Asien

gefühlt.

Hongkong eine Ansammlung von mehr oder weniger schönen Hochhäusern. Immer im Dunst. Vollgestopft mit Menschen. Tiere und Pflanzen – weniger. Auf der Goldfischstraße gibt’s welche. Hasen, kleine Hunde, Aquarienzierden. Gerne auch mal ’ne Riesenschildkröte für knapp unter zehntausend Euro, gleich zum Mitnehmen. Nicht als Suppe.
Von der Blumenstraße kommend starre ich gebannt in die Tanks und Kisten. Mir war nach Grünzeug, dass soll was heißen!
Neben mir zwei Damen im Gespräch über die Zierfische gebeugt. Die Verkäuferin wird gerufen. Gestikuliert. Schwupps kommt der Cacher zum Einsatz und die malade Ware landet in der städtischen Mülltonne. Auch orange, wie die für Wertstoffe bei uns in Berlin.
Weiter mit dem Bus – „schöne“ Doppeldecker in beige. Mehr Gemeinsamkeiten gibt es nicht.
Immer mittenmang im Gewimmel. Lange Schlange bis auch ich darf. Beim Warten schon Geschupse und Gedrängele. Das Anstehen sieht nur englisch aus. So schnell kann ich gar nicht gucken, wie sich Massen an mir vorbei schieben. 
Auf der Fahrt: zack – der erste Nieser – direkt in den Nacken. Vor mir Gegähne. Es werden Nasen hochgezogen. Dazu viel Gespucke. Mehr auf der Straße. Aus der Masse heben sich einige Herren hervor. Die haben  gerne mal die Hand in der Hose. Nicht in der Hosentasche!
Fahre Straßenbahn und Boot, alles voll. Gehe uns Museum, in die Mall, voll. Kino auch. Sogar am Nachmittag ausverkauft.
Komme auf die glorreiche Idee, mir das Silvesterfeuerwerk anzuschauen. Voll gar kein Ausdruck. Es gibt Auffangstationen für verlorengegangene Greise und Kinder. Die Schilder hängen noch Tage später. 
Nehme mir nichts mit.
Und zurückkommen? Nur zu Fuß. 
Fünf/sechs Kilometer. 
Egal, hatte ja schön bei der Raucherentwöhnung draufgepackt. 
Ein Taxi bekommt nur, wer an einem Taxihaltepunkt an vorderster Front kämpft. 
Ich kenne nicht mal die Haltestationen.
Schlangen, überall Schlangen. Vor Restaurants, an U-Bahntüren, Geschäften. Bei Cartier, bei Hermes, sowas wie beim Apple Store habe ich noch nie gesehen. 
Da gibt’s nix umsonst!
Außer Arbeit, Einkaufen und Amüsieren in Shopping Tempeln, habe ich wenig entdecken können, was für uns arme Kreaturen ist. Die Parks briefmarkengroß, geteert oder betoniert, gerne auch gefliest. Kaum Gemüse. Der vor dem Hotel eine riesige Ausnahme. Fußballfeld, mit Sportmöglichkeiten. Grün ist nur der Kunstrasen. Muss die Ausgleichsfläche für das am stärksten bewohnte Viertel Mong Kok sein. (Na klar, da habe ich mir ein Zimmer gebucht.)
Könnte Euch noch vom Paradies für Spätaufsteher (letzte reguläre Kinovorstellung beginnt 03.15h), von DimSums (von KungFu-gekleideten Serviererinnen auf Teewägelchen ausgefahren), von Feuerwerk (7 min im Land der Pyroerfinder) und Air Condition Adlerhorsten (immer auf Sibirien gestellt) berichten.
Aber ich war ein bisschen müde geworden.
Brauchte Entspannung.
Meinen Hals schon steif mitgebracht.
wrong pillow
long flight
Schieße um die Ecken, Tage zuvor war mir ein Massagesalon aufgefallen. Irgendwas mit Frauen in Kitteln und haufenweise Handtüchern.
In Hongkong kann sich nur H&M und Chanel ebenerdig leisten, und so suche ich Tafeln, die mir Stock und Block weisen.
Am Empfang niemand. Suche. Rufe. 
Dackele die Treppen hinunter.
Und dann – viele Schlangen, viele, viele Hände in Hosen…..
Auf nach Manila. 

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